Der Iran ist längst eine Nuklearmacht

In einem Beitrag für die „Welt“ 9.5.18 hat dazu Hans Rühle eine Indizienkette skizziert.

Rühle zufolge betreiben Irans Revolutionsgarden bereits seit 1984 in militärischen Anlagen unter strengster Geheimhaltung ein nukleares Waffenprogramm. Das Atomabkommen erfasse dagegen nur das zivile Atomprogramm des Iran.

Nach all den Indizien stellt Rühle fest, „ist das Land seit 2005/2006 Nuklearmacht“. Dabei beruht sich der frühere Nato-Mitarbeiter auch auf entsprechende Äußerungen der Führung in Teheran aus dem Jahr 2006, wonach Iran nun Mitglied des „nuklearen Clubs“ sei.

In den meisten europäischen Medien und an den meisten europäischen Regierungssitzen ist der Entscheid des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, die USA aus dem sogenannten Iran-Deal zurückzuziehen, auf gnadenlose Kritik gestoßen.

Die UNO musste sich sehr viele Auflagen gefallen lassen. Faktisch bis zu 24 Tage vor einer Inspektion waren die Iraner darauf vorzubereiten, so dass sie stets Zeit genug erhielten, um Verdächtiges wegzuschaffen, falls das nötig gewesen wäre. Vor allen Dingen durften die internationalen Experten militärische Anlagen nicht begutachten – was, wenn man länger darüber nachdenkt, geradezu wie ein Witz anmutet. Wenn eine Militärmacht Atomwaffen entwickelt und lagert, wo sonst als im militärischen Sperrbezirk?

Man gestand Iran zu, eine Atommacht zu werden, wenn nicht heute, dann halt morgen. Man bat lediglich um etwas Geduld. Während die Großmächte sich damit begnügten, auf bessere Zeiten zu hoffen, nutzte Iran seine Zeit gut.

Gibt es Krieg? Diesen gibt es schon lange, auch wenn wir ihn ignorieren.

Doch helfen die Atombomben im Konflikt mit Israel? Das ist eine gute Frage, denn der Iran möchte ja nicht das Land und die Palästinenser nachhaltig zerstören. Da aber in Israel beide Volksgruppen ineinander verwoben leben, sind Massenvernichtungswaffen weitgehend ungeeignet. Eine Bombe über Tel Aviv würde durch den Wind auch Jerusalem und Ramallah mit der ungeschützten arabischen Bevölkerung betreffen. Ähnliches gilt für alle Städte Israels mit dem arabischen Hinterland in Windrichtung.

Anders sieht es aus im Konflikt mit den arabischen Feinden. Sollte man ernsthaft in Konflikt mit ihnen kommen, könnte das ernsthafte Folgen haben.

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