Ende der Revolution in Syrien

Wenn man sich die gegenwärtige Lage in Syrien anschaut, erkennt man schnell, dass das Ganze nichts mit einer “Revolution” zu tun hat. Der Krieg in Syrien ist schon längst zu einem Stellvertreterkrieg zwischen den Großmächten dieser Erde geworden.

Sunniten und Schiiten tragen ihren eigenen Stellvertreterkrieg aus und lassen sich beim geopolitischen Machtspiel der Großmächte manipulieren.

Die sogenannten Rebellen, die in Syrien nicht nur gegen die Armee kämpfen, sondern mittlerweile auch für zahlreiche Menschenrechtsverbrechen verantwortlich sind, sind für radikale Sunniten „wahre Krieger Gottes“ und „Mudschaheddin“. Die meisten von ihnen stellen ihre Verbrechen gar nicht in Frage, für sie geht es hauptsächlich darum, dass sie Baschar al-Assad, den „bösen Alawiten“, bekämpfen. Plötzlich glauben sie alles, was von den Massenmedien verbreitet wird, obwohl sie diese in der Vergangenheit immer wieder in Frage stellten. Sonst heißt es immer: „Glaubt den Medien nicht, denn diese werden alle von Zionisten und von den Feinden des Islams gesteuert!“

Auf der anderen Seite feiern die Schiiten den Iran, da dieser angeblich den Islam verteidigt und für die Freiheit der Muslime und natürlich für die Freiheit Palästinas kämpft. Der Iran lässt sich nicht unterdrücken und kämpft für die „richtige Sache“.

Dass der Iran oft mit dem Finger auf Israel und Palästina zeigt, während es genug innenpolitische Probleme gibt, wird hierbei oft verschwiegen. Afghanische und belutschische Minderheiten im Iran werden stets diskriminiert und unterdrückt. So ist es Afghanen nicht erlaubt einer Arbeit nachzugehen. Afghanische Kinder dürfen nicht in die Schule gehen und afghanische Frauen werden auf der Straße bespuckt. Es gibt sogar Parks, in denen Afghanen der Einlass verwehrt wird.

Diese Diskriminierungen treffen nicht nur sunnitische Afghanen, sondern auch Schiiten, wie jene aus der Minderheit der Hazara. Es ist heuchlerisch, immer wieder die Unterdrückung des palästinensischen Volkes zu erwähnen, während man selber die Minderheiten im eigenen Land unterdrückt. Viele Iran-Anhänger wissen über diese Fakten nicht Bescheid oder drängen sie einfach beiseite.

Die Türkei hat sich mit Erdogan auf die Seite der NATO geschlagen, da al-Assad angeblich die kurdische Arbeiterpartei PKK mit Waffen unterstützt. Mit dieser Entscheidung hat Erdogan zwar viele Türken hinter sich, allerdings hat er es sich mit dem Iran und dem Irak damit endgültig verspielt. Abgesehen davon hat Erdogan bewiesen, dass auch er leicht mit sich spielen lässt und ebenso manipulierbar und käuflich ist wie alle anderen Protagonisten in diesem Krieg. Man darf nicht vergessen, dass Erdogan mit seiner Anti-Israel-Politik Netanjahu und Co. einst Sorgen machte. Es gab Gerüchte, dass Israel die PKK mit Waffen beliefere. Mit seiner Erklärung gegen al-Assad hat Erdogan endgültig bewiesen, dass seine einstigen Solidaritätsbekundungen mit dem palästinensischen Volk ausschließlich politisches Kalkül hatten, um wiedergewählt zu werden.

Die westlichen Staaten spielen ihre eigene, heuchlerische Rolle im Syrien-Krieg, indem sie sich mit den absolutistischen Arabern eingelassen haben, sprich, den „guten Diktatoren“ von Saudi-Arabien und Qatar, die seit eh und je ihre eigenen Bevölkerung unterdrücken und tyrannisieren. Bashar al-Assad jedoch muss weg, da dieser ein „böser Diktator“ ist.

In der Vergangenheit haben sich westliche Politiker immer wieder über die angebliche Benachteiligung und Diskriminierung von Christen in islamischen Ländern beschwert. Die Christen in Syrien hatten unter al-Assad keine Probleme, doch gegenwärtig werden auch sie von den „Rebellen“ verfolgt und massakriert. Doch nun interessiert sich niemand in Europa oder in den USA für das Wohl dieser Christen.

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